Kennzeichnungspflicht, aber gerecht!

Das sächsische Innenministerium will bis Ende des Jahres Zahlencodes auf den Uniformen der Polizei in ihren geschlossenen Einheiten einführen. Das kann hilfreich sein, weil dann leichter die „schwarzen Schafe“, die es überall unter Menschen gibt, identifiziert werden können.

Zur Gerechtigkeit in Zeiten, in denen Polizisten immer häufiger attackiert werden, müsste dann aber auch gehören, dass wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte oder Landfriedensbruch rechtskräftig Verurteilte, sich einen Klebestreifen mit dem Aktenzeichen ihrer Straftat oder ihren Namen auf die Jacke kleben müssen, wenn sie an einer Demonstration teilnehmen wollen und natürlich nur in diesem Fall.… Weiterlesen

„Ich bin kein Schwerverbrecher, ich bin Choleriker!“

Das schrie ein 60-jähriger, der sich vor Gericht verantworten muss, weil er eine Polizistin mit einem Zimmermannshammer erschlagen wollte. „Ich habe nicht Schuld, sondern nur besondere persönliche Merkmale, die meine Umwelt gefälligst zu beachten hat!“ Das ist das Anspruchsdenken, das sich immer mehr durchsetzt, zum Beispiel auch in der Schule.… Weiterlesen

Wenn Maschinen Gedichte übersetzen und interpretieren

Mein Gedicht „Zum neuen Jahr“ habe ich an Freunde und Verwandte geschickt. Es landete auch in einem Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz, das sich in einem Projekt mit neuen Möglichkeiten der maschinellen Übersetzung und Interpretation von Texten beschäftigt. Eigentlich geht es dabei nicht um kreative Texte, gar Gedichte.… Weiterlesen

„So schreibt man das eben!“ Versuch einer Wurzelbehandlung bei Rechtschreibproblemen (2)

Wo waren wir stehen geblieben?

Bei der Frage, welche Konsonanten keinen eigenen Buchstaben abgekriegt haben. Zwei davon wurden schon erwähnt: sch und ch (als ich– oder ach-Laut), sie werden durch feste Buchstabenkombinationen wiedergegeben. Beim stimmlosen sch wird unter bestimmten Bedingungen, nämlich wenn ein p oder t folgt, das ch weggelassen, man schreibt also nicht schp bzw.… Weiterlesen

Ich hab‘ n‘ Hangover

Ich brauche beim Schauen des deutschen Fernsehens schon seit längerem ein Englisch-Deutsch-Wörterbuch bzw. mein kluges Handtelefon. Am Donnerstagabend der „Bergdoktor“ auf ZDF. Ich sehe ihn gern wegen der Aufnahmen der Alpenlandschaft, im Gleitflug gemacht, verbunden mit melancholischer Musik und menschlichen Schicksalen.… Weiterlesen

„So schreibt man das eben!“ Versuch einer Wurzelbehandlung bei Rechtschreibproblemen (1)

Bei zentralen Tests schneiden Schüler in Deutschland nicht nur in Mathe und den Naturwissenschaften vergleichsweise schlecht ab, sondern auch in Orthografie, Tendenz: steigend.

Dafür kann man diverse Gründe geltend machen, vom Migrationshintergrund vieler Schüler über die Großspurigkeit, ja Ignoranz, mit der in den sozialen Medien über Schreibfehler hinweg gesehen wird, bis hin zu einem übertriebenen Vertrauen in die Korrekturkompetenz der verschiedenen Computer-Programme.… Weiterlesen

„Bullen sind Mörder“

Das ist in Leipzig seit Jahren in großen Lettern an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet zu lesen, auch dann schon, als die rot-grüne Regierung in Deutschland noch von Angela Merkel geführt wurde und der Innenminister noch Horst Drehhofer hieß.

Ich bringe es nicht über mich, Menschen zu verunglimpfen, sonst würde ich im Sinne eines gesellschaftlichen Experiments „Flüchtlinge sind Mörder“ direkt unter diesen Spruch sprühen.… Weiterlesen

Als ich einem Schüler eine gescheuert habe

Anstelle eines Kommentars zu Karls viertem Autismus-Beitrag und mit Bezug auf Marlenes Kommentar will ich hier eine kleine Geschichte aus meiner Zeit als Lehrerin erzählen.

Wandertage waren immer auch eine Art Test, wie gut man seine Klasse im Griff hatte. Diesmal ging es mit der Fünften nur in die nahen Berge bis auf eine Anhöhe, wo wir die historische Windmühle besichtigen und picknicken wollten.… Weiterlesen