Mutter Sprache

Wenn Maschinen Gedichte übersetzen und interpretieren

Mein Gedicht „Zum neuen Jahr“ habe ich an Freunde und Verwandte geschickt. Es landete auch in einem Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz, das sich in einem Projekt mit neuen Möglichkeiten der maschinellen Übersetzung und Interpretation von Texten beschäftigt. Eigentlich geht es dabei nicht um kreative Texte, gar Gedichte.… Weiterlesen

„So schreibt man das eben!“ Versuch einer Wurzelbehandlung bei Rechtschreibproblemen (2)

Wo waren wir stehen geblieben?

Bei der Frage, welche Konsonanten keinen eigenen Buchstaben abgekriegt haben. Zwei davon wurden schon erwähnt: sch und ch (als ich– oder ach-Laut), sie werden durch feste Buchstabenkombinationen wiedergegeben. Beim stimmlosen sch wird unter bestimmten Bedingungen, nämlich wenn ein p oder t folgt, das ch weggelassen, man schreibt also nicht schp bzw.… Weiterlesen

Ich hab‘ n‘ Hangover

Ich brauche beim Schauen des deutschen Fernsehens schon seit längerem ein Englisch-Deutsch-Wörterbuch bzw. mein kluges Handtelefon. Am Donnerstagabend der „Bergdoktor“ auf ZDF. Ich sehe ihn gern wegen der Aufnahmen der Alpenlandschaft, im Gleitflug gemacht, verbunden mit melancholischer Musik und menschlichen Schicksalen.… Weiterlesen

„So schreibt man das eben!“ Versuch einer Wurzelbehandlung bei Rechtschreibproblemen (1)

Bei zentralen Tests schneiden Schüler in Deutschland nicht nur in Mathe und den Naturwissenschaften vergleichsweise schlecht ab, sondern auch in Orthografie, Tendenz: steigend.

Dafür kann man diverse Gründe geltend machen, vom Migrationshintergrund vieler Schüler über die Großspurigkeit, ja Ignoranz, mit der in den sozialen Medien über Schreibfehler hinweg gesehen wird, bis hin zu einem übertriebenen Vertrauen in die Korrekturkompetenz der verschiedenen Computer-Programme.… Weiterlesen

Wie ich zu meinem immer noch schlechten Englisch kam

In den Schulen der DDR war Englisch die am häufigsten gewählte 2. Fremdsprache. Die erste Fremdsprache war für alle Schüler Russisch; da kam man nicht drumherum.

In dem „Institut zur Weiterbildung ausländischer Deutschlehrer“, das nach einigen Jahren Schulpraxis an einer Polytechnischen Oberschule mein Arbeitsplatz wurde, kam das Kollegium mit Russisch gut zurecht, waren doch alle Kursteilnehmer aus „sozialistischen Bruderländern“, also mehrheitlich aus Ländern, deren Sprache zur slawischen Sprachfamilie gehörte.… Weiterlesen

Nationales Selbst- und Sprachbewusstsein

… schützt vor Betrug.

Bevor ich Meta auf ihren letzten Beitrag antworte, liegt mir dieses Thema noch auf dem Herzen, auch weil die Masche von Telefonbetrügern, die sich als Mitarbeiter von Europol ausgeben, gerade grassiert. Mich hat auch so einer angerufen.… Weiterlesen

open mike

So heißt ein Wettbewerb junger Talente des deutschsprachigen Literaturbetriebs. Er findet in diesem Jahr zum 30. Mal statt. Die jungen Leute schreiben zwar auf Deutsch, aber irgendwie scheinen sie sich deswegen zu schämen, mindestens zu genieren. Da muss wenigstens der Titel englisch sein.… Weiterlesen

Gendern (3) Genderismus, nein danke – aber was dann?

Wer geschlechtergerecht formulieren will, ohne einem zwanghaften Genderismus zu verfallen, kommt nicht umhin, die Vorschläge für sprachliche Anpassungen zu bewerten,

die Spreu vom Weizen zu trennen, „die guten ins Töpfchen“ zu tun.
Und wenn sich dabei herausstellt, dass das meiste so bleiben kann, wie es ist, und dass eventuell notwendige Anpassungen getrost dem natürlichen Sprachwandel überlassen werden können und nicht künstlich forciert werden müssen?… Weiterlesen

Gendern (2) Mutti steht ihren Mann

Mutterschaft und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen war in der DDR ein Anspruch, den nicht nur der Staat an die Frauen herantrug, sondern den die Mehrheit der Frauen auch an sich selbst stellte.

Und zwar nicht nur, weil die Familie mit einem zweiten Verdiener rechnete, sondern auch, weil Frau sich zu einem nicht geringen Teil über ihren Beruf definierte.… Weiterlesen