Zapfen und Stäbchen

(Aus unserer Rubrik: Berühmte Wortpaare)

Herr Zapfen und Frau Stäbchen,
die fragten sich mitunter,
wer Hügelein und Gräbchen
wohl schärfer sieht und bunter.

„Mit tausenden Nuancen“,
sprach selbstbewusst Herr Zapfen,
„mach ich der Welt Avancen,
durch’s Farbenmeer zu stapfen.“

Frau Stäbchen gab sich milder:
„Wenn ich um Klarheit ringe,
sind colorierte Bilder
nur selten Maß der Dinge.… Weiterlesen

Hagestolz und Mauerblümchen

(Aus unserer Reihe: Unbekannte Paare der Weltgeschichte)

Es stolperte durchs Unterholz
am Rosenhag ein Hagestolz,
der obendrein noch Hagen hieß.
Er fühlte heut sich richtig mies.

Gewöhnlich konnte Hagens Magen,
den Hagebuttentee vertragen,
am liebsten den mit Schuss nach Wunsch.
Doch diesmal war gepanscht der Punsch…

… und platschte ohn‘ Pardon und Grüße
’nem Mauerblümchen vor die Füße.… Weiterlesen

Der große kleine Unterschied

Lieber Karl,
diesmal hast du mir einen Brief geschrieben, auf den ich gern im selben Format antworte. Ein Brief ist eine sehr private Textsorte …

… und natürlich bestens geeignet, persönliche Erlebnisse, Erfahrungen, subjektive Betrachtungen, individuelle Sichtweisen darzustellen. Hier passt der vertrauliche Ton, aber wenn man die Wirkung auf die vorgestellten Adressaten bedenkt, ist er nicht immer die beste Wahl.… Weiterlesen

Sprachliche Lockerungsübungen – was ist gemeint?

Wir sind beide bekennende Freunde der deutschen Sprache und lieben nicht zuletzt den spielerischen – auch mal albernen, übermütigen – Umgang mit Wörtern, Wendungen, Zitaten und Textsorten. Was wir in dieser Rubrik veröffentlichen, ist zuweilen nicht ganz ernst gemeint oder stammt aus unserem persönlichen Steinbruch von Sprachmaterial.… Weiterlesen

Der kleine große Unterschied

Männer sind anders. Frauen auch. Aber bleiben wir zunächst bei den Männern.

Männer sind anders, jedenfalls die meisten. Jedenfalls bei klischeegesättigter Betrachtung, die sich allerdings statistisch untermauern lässt. Zum Beispiel gehen Männer, wenn ihnen die Frau durch Scheidung oder Weglaufen oder Tod abhanden kommt, meist schneller eine neue Partnerschaft ein als Frauen in ähnlicher Lage.… Weiterlesen

Lebenslänglich

Letztens, bei der kirchlichen Trauung eines befreundeten Paares, hörte man sie wieder, die Formel vom Tod als dem einzig legitimen Scheidungsgrund: „bis dass …“.

Hinterher wurde in launiger Runde gefragt, ob das ein frommer Wunsch sei oder die Aufforderung, sich zusammenzureißen, oder eine traditionelle Floskel, an die sich kaum jemand zu halten gedenke.… Weiterlesen

Gendern (3) Genderismus, nein danke – aber was dann?

Wer geschlechtergerecht formulieren will, ohne einem zwanghaften Genderismus zu verfallen, kommt nicht umhin, die Vorschläge für sprachliche Anpassungen zu bewerten,

die Spreu vom Weizen zu trennen, „die guten ins Töpfchen“ zu tun.
Und wenn sich dabei herausstellt, dass das meiste so bleiben kann, wie es ist, und dass eventuell notwendige Anpassungen getrost dem natürlichen Sprachwandel überlassen werden können und nicht künstlich forciert werden müssen?… Weiterlesen

Gendern (2) Mutti steht ihren Mann

Mutterschaft und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen war in der DDR ein Anspruch, den nicht nur der Staat an die Frauen herantrug, sondern den die Mehrheit der Frauen auch an sich selbst stellte.

Und zwar nicht nur, weil die Familie mit einem zweiten Verdiener rechnete, sondern auch, weil Frau sich zu einem nicht geringen Teil über ihren Beruf definierte.… Weiterlesen

Gendern (1) Auch ein Ost-West-Diskurs

In Deutschland entpuppt sich manche politische Diskussion bei näherem Hinsehen als Stellvertreter-Diskussion.

So auch der Disput um das sprachliche Gendern, also um die Herbeiführung von mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern durch künstlich forcierten Sprachwandel. In dieser verkürzten Definition zeigt sich die ganze Absurdität des Vorhabens.… Weiterlesen

Hallo, liebe Menschen!

Egal, ob Sie unseren Netzauftritt gezielt gesucht, zufällig gefunden

oder irrtümlich angeklickt haben – wir heißen Sie herzlich willkommen auf der Webseite von Karl und Meta (das sind Pseudonyme, in alphabetischer Reihenfolge). Sie können uns als alte Hasen oder junge Hüpfer bezeichnen; es stimmt beides – und auch wieder nicht.… Weiterlesen