Die soziale Ordnung ist die Grundlage und mit ihr die Sicherheit; erst danach ist eine individuelle Freiheit möglich, die weiterführt

Und davor, sozusagen in der Null- oder Präambel-Ebene, kommt das Wohlwollen und der Optimismus. Das ist das Geheimnis jeder gelingenden Be- und Erziehung – auf jeden Fall auf zwischenmenschlicher Ebene, wahrscheinlich auch auf zwischenstaatlicher.

Als Rentner leite ich ab und zu noch Seminare mit jungen Erwachsenen.… Weiterlesen

Die Blaupause

(Aus unserer Rubrik: Geflügelte Worte)

Wenn ein Projekt, ein Trend, ein Plan zur Nachahmung empfohlen,
wenn sie nicht nur zum Abklatsch taugen, sondern unverhohlen
zur „Blaupause“ erklärt werden mit schwungvoller Rhetorik,
dann fragt man sich: Wie gut passt die gewählte Metaphorik?… Weiterlesen

Wie ein Ritt über den Bodensee

(Aus unserer Rubrik: Geflügelte Worte)

Einst wandelte laut Bibel Jesus Christus übers Wasser.
Der Status solcher Überlieferungen ist umstritten.
Ein Vorfall aus dem 16. Jahrhundert klingt noch krasser:
Bei Überlingen sei ein Postmann übern Bodensee geritten.

Im Unterschied zur Jesus-Saga gibts dafür Beweise
in allen gut geführten Kirchenbüchern der Region.… Weiterlesen

Vom Risiko, geflügelte Worte zu benutzen

Geflügelte Worte

In letzter Zeit habe ich mich viel mit Redewendungen beschäftigt, die aus den Werken bekannter Dichter stammen. Solche (Quasi-)Zitate verselbständigen sich oft, beginnen ein Eigenleben zu führen und ändern mit der Zeit ihren Sinn. Oft wissen die Benutzer nicht, wen sie da zitieren und was damit ursprünglich gemeint war.… Weiterlesen

Die „Fließrichtung“ ist’s – darauf kommt es im Verhältnis von Individuellem und Kollektivem an

Wie entwickelt sich das Leben? Indem sich der Einzelne an die Gesellschaft anpasst oder umgedreht? Das ist nicht nur die „Grundfrage der Erziehung“, sondern auch ein leitendes Thema dieser ganzen Internetseite.

Es geht um beides, weil sich beides dialektisch durchdringt: Das Individuum entwickelt sich durch die Beziehungen zu anderen Menschen, also durch den Grad und die Qualität der Kollektivität seines Lebens.… Weiterlesen

Ein Treppenwitz der Geschichte

Das kommunistische China versteht mehr von der Marktwirtschaft als das  kapitalistische EVP- (CDU-) geführte „Europa“, das auch von einer CDU-Frau repräsentiert wird. Genauso ist es in Deutschland: Regierungspartei (zusammen mit der SPD) ist die CDU, Bundeskanzler ist der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz.Weiterlesen

Gibt es eine Anwesenheitspflicht für Gletscher?

Das fragte gestern am Donnerstagabend (2.10.) Andreas Rebers bei Dieter Nuhr im Ersten Deutschen Fernsehen. Eine sehr berechtigte Frage, finde ich.

Was ist so schlimm daran, wenn im ewigen Wechsel von Eis- und Hitzezeiten die Gletscher schmelzen? Sicher, das hat Nachteile, zum Beispiel müssen Berghütten abgerissen werden, weil der Fels, auf dem sie stehen, mit dem Ende des Permafrostes fragil geworden ist.… Weiterlesen

Das Narrenschiff. Gedanken zu einem Buch.

Mein bester Freund hat mir „Das Narrenschiff“ von Christoph Hein geschenkt. Mit Ansage. Zuerst hatte er es selbst gelesen und es mir schon hoch zufrieden angekündigt. Erst als ich es in der Hand hielt, begriff ich, dass dies eine Neuerscheinung ist.Weiterlesen

Herr Merz regiert in seiner Verzweiflung nun „top down“

„Auf Deutsch“ müsste er sagen: er regiert nun „von oben herab“. Das geht gar nicht. Also wird wieder einmal eine Politik der kosmetischen Fassadenbemalung gemacht. 

Nicht die wirklichen Probleme werden angegangen, sondern die Art ihrer Beschreibung. Und zur Verdeckung und Verschleierung machen sich Anglizismen immer gut.… Weiterlesen